Krankenhaustagegeld – Alle Fragen im Überblick

Krankenhaustagegeld

Inhaltsverzeichnis

Wer sich bei einem Klinikaufenthalt finanziell absichern will, schließt eine Krankenhaustagegeldversicherung ab. Allerdings sind zuvor einige wichtige Fragen zu klären

Was ist Krankenhaustagegeld?

Nur bei einem stationären Aufenthalt im Krankenhaus, der medizinisch notwendig ist, zahlt die Krankenhaustagegeldversicherung den vereinbarten Betrag an Sie aus. Wird eine ambulante Behandlung oder Operation durchgeführt, ist die Versicherung nicht zuständig. Die Verpflichtung des Unternehmens beginnt aber erst dann, wenn die entsprechende Bescheinigung des behandelnden Krankenhauses über die Dauer Ihres Klinikaufenthalts vorliegt.

Der Versicherte vereinbart bei der Krankenhaustagegeldversicherung eine bestimmte Summe pro Tag. Wird dann wegen einer Erkrankung oder eines unvermuteten Unfalls eine stationäre Behandlung erforderlich, übernimmt die Versicherung den vereinbarten Betrag, was dem Betroffenen die entstandenen Kosten ersetzt.

Denn es entstehen nun zusätzliche Ausgaben, die normalerweise nicht anfallen. So wird wird der Eigenanteil an den Krankenhausgebühren fällig, eine Haushaltshilfe soll nach dem rechten sehen und auch die privaten Ausgaben für Zeitschriften oder Ernährung steigen. Vor dem Abschluss eines Vertrages sollten Sie sich also mit einem Versicherungsexperten zusammensetzen und die Details der Vereinbarung besprechen. Denn die Frage: Was ist Krankenhaustagegeld?, sie bedeutet für jeden Patienten etwas anderes.

Weitere mögliche Zusatzkosten bei einem Klinikaufenthalt sind:

  • Getränke und Verpflegung
  • Telefon und Fernsehen, WLAN
  • An- und Abfahrt eines Besuchers, von Angehörigen
  • Kinderbetreuung
  • Tierpension


Selbständige können über die Krankenhaustagegeldversicherung ihren Verdienstausfall preiswert absichern

Seit einigen Jahren entstehen für den Patienten zusätzliche Kosten, wenn er sich einer Behandlung in einem Krankenhaus unterziehen muss. Ab einem Alter von 18 Jahren muss er seit 2004 einen Eigenanteil in Höhe von 10 Euro pro Tag für die Behandlung zahlen. Nach Paragraph 39 des SGB V wird diese Praxis auf maximal 28 Krankheitstage pro Jahr angewendet.

Zusatzleistungen erhöhen den Behandlungskomfort, kosten aber auch Geld. Beispielsweise können folgende Aufwendungen entstehen, für die eine Krankenhaustagegeldversicherung verwendet werden kann:

  • Wunsch nach einer Behandlung durch den Chefarzt
  • Rooming-in einer vertrauten Person bei Demenz, eines Elternteils bei der Erkrankung eines Kindes
  • Wechsel aus einem Mehrbettzimmer auf ein Ein- oder Zweibettzimmer

Krankenhaustagegeld: Wie lange wird gezahlt?

Die Versicherung zahlt ein Krankenhaustagegeld in Höhe von 10 bis maximal 150 Euro pro Tag. Beim Gespräch mit dem Versicherer wird der genaue Betrag festgelegt, er richtet sich nicht nach der Dauer der Behandlung in der Klinik, und das Krankenhaustagegeld wird zur freien Verendung gezahlt. Der Patient entscheidet also selbst, wie er das Geld während seines Aufenthalts ausgeben will.

Die Vereinbarung gilt für jeden einzelnen Tag, an dem der Patient sich im Krankenhaus befindet. Dabei zählen der Aufnahme-Tag und der Tag der Entlassung jeweils als ein voller Krankentag.

Das Krankentagegeld und die Wartezeit

Eine Krankenhaustagegeldversicherung ohne Wartezeit abzuschließen ist in den allermeisten Fällen nicht möglich, denn die gesetzlichen Bestimmungen lassen eine derartige Vereinbarung nicht zu. Man spricht von allgemeinen und besonderen Wartezeiten, die drei bzw. acht Monate betragen, bis das Krankenhaustagegeld angerechnet werden kann. Die besondere Wartezeit gilt etwa bei einer Entbindung (siehe unten).

Krankenhaustagegeld: Wann wird gezahlt?

Die privaten Versicherer bieten Krankenhaustagegeld als Zusatzleistung an. Auch die Unfallversicherungen bieten diese Leistungen an, und bei den gesetzlichen Kassen kann man das Krankenhaustagegeld als Zusatzvereinbarung vereinbaren. Zunächst geht der Patient in Vorkasse, und die Versicherung zahlt den Tagesgeldbetrag nach der Entlassung zurück.

Krankenhaustagegeld ohne Gesundheitsprüfung?

Bei jeder privaten Krankenversicherung muss der Versicherte, so auch meist bei einer Krankenhaustagegeldversicherung, Fragen zu seiner Gesundheit beantworten. Seine Antworten sollten der Wahrheit entsprechen, anderenfalls darf der Versicherer den Vertrag sofort kündigen. Wer nicht in der Lage ist, eine Gesundheitsfrage zu beantworten, sollte seinen Arzt konsultieren. Allerdings bieten inzwischen einige Unternehmen auch ein Krankenhaustagegeld ohne Gesundheitsprüfung an.

Krankenhaustagegeld bei einer Reha

Während einer Rehabilitation hat der Patient oft ähnliche zusätzliche Ausgaben wie bei einem Aufenthalt im Krankenhaus. Aber eine Zusatzversicherung zahlt nicht in jedem Fall den vollen Betrag. Der Versicherungsnehmer achtet also auf das Kleingedruckte und den Umfang der vereinbarten Leistungen.

Im Vertrag nennen sich bei einer stationären Reha die Leistungen oft „Kurtagegeld“ und betragen einen Anteil des Krankenhaustagegelds oder den Gesamtbetrag. Die Versicherung kann bestimmte Leistungen auch komplett ausschließen. Wird eine Reha bei den Vertragsbedingungen gar nicht erwähnt, können Sie davon ausgehen, dass keine Zahlungen zu erwarten sind.

Das Krankenhaustagegeld in der Schwangerschaft

Nach einer Entbindung verlassen die jungen Mütter das Krankenhaus heute meist eher als früher üblich. Manche kommen auch vor der Geburt oder bleiben nachher lieber noch einige Tage in der Klinik. Ihr Aufenthalt kann sich aber auch verlängern, weil zusätzliche Behandlungen erforderlich werden.

In der Schwangerschaft: Krankenhaustagegeldversicherung ohne Wartezeit?

Eine Niederkunft gehört zu den medizinisch notwendigen Behandlungen, also vergütet die Versicherung auch diese Art von Krankenhausaufenthalt mit einem Tagegeld. Viele Versicherungsunternehmen akzeptieren aber keinen Antrag im späten Stadium einer Schwangerschaft. Andere Unternehmen sehen eine Wartezeit vor, bis der Versicherte nach den gesetzlichen acht Monaten ebenfalls Anspruch auf Tagegeld hat.

Werden auf das Krankenhaustagegeld Steuern erhoben?

Das Krankengeld der gesetzlichen Kassen unterliegt der Einkommenssteuer, und das Finanzamt errechnet seinen Anteil in der Steuererklärung. Das Krankenhaustagegeld jedoch ist eine private Versicherung oder Zusatzversicherung, für die andere Bestimmungen gelten. Steuern werden auf die gezahlten Beträge nicht erhoben, und auch der Progressionsvorbehalt ist hier nicht relevant.

Die Höhe der Auszahlung spielt keine Rolle, auch nicht wenn nach einer langwierigen Behandlung der vereinbarte Höchstsatz überwiesen wurde. Der Patient bleibt in jedem Fall von den Steuern befreit.

Daraus folgt, dass der Versicherte die Einnahmen in der Steuererklärung nicht angeben muss. Nichts desto trotz kann er die entstanden Kosten bei der Einkommenssteuererklärung angeben , denn das Krankenhaustagegeld ist steuerlich absetzbar.

Krankentagegeld und Krankenhaustagegeld

Bitte nicht das Krankenhaustagegeld mit dem Krankentagegeld verwechseln! Bei letzterem erhält der Patient für jeden Tag seiner Erkrankung einen zuvor festgelegten Betrag. Diese Regelung gilt unabhängig davon, ob er in einer Klinik behandelt wird oder sich in seiner natürlichen Umgebung von der Influenza erholt. Der Leistungsumfang einer Krankenversicherung ist also wesentlich umfangreicher als bekannt.

Das Krankengeld gehört zu den regulären Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen. Nach Ablauf von sechs Wochen oder 43 Tagen einer ärztlich bescheinigten Erkrankung zahlt nicht mehr der Arbeitgeber dem erkrankten Arbeitnehmer den Lohn. Stattdessen übernimmt die Krankenkasse des Mitarbeiters die Lohnzahlung für eine Krankheitsdauer von maximal 78 Wochen.

Inhaltsverzeichnis

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Verwandte Beiträge:

Lagerverwaltungssoftware (LVS)

Lagerverwaltungssoftware ist Software, die – wie der Name vermuten lässt – zur Organisation und Steuerung von Warenlagern dient. Doch was